Tour de France 2018 - Etappe 9 | Liveticker

Tour de France 2018 - Etappe 9

  • 7/15/2018 9:08:02 AM
    Bonjour! Bernd Schroller und Uwe Toebe begrüßen Sie zur neunten Etappe, die auf das berüchtigte Kopfsteinpflaster des französischen Nordens führt!
  • 7/15/2018 9:12:10 AM
    Bevor Ihnen Bernd die heutige Etappe im Detail vorstellt, ist es an mir, das gestrige Geschehen noch einmal zu beleuchten. Wie schon am Freitag glitt das Peloton in gemächlichem Tempo zum Ziel hin. Eine Fluchtgruppe wurde rechtzeitig gestellt, um auf der Schlussgeraden die Sprinter loszulassen. In Amiens kam es zu einem harten Fight. André Greipel und Fernando Gaviria beharkten sich. Letzterer wehrte sich mit Kopfstößen in den Rücken seines Konkurrenten. Davon profitierte Dylan Groenewegen und schoss vor Greipel über die Ziellinie.
  • 7/15/2018 9:14:46 AM

    Dylan Groenewegen (links) holte sich den zweiten Sieg in Folge. (Foto: Reuters)

  • 7/15/2018 9:17:30 AM
    André Greipel legte Protest gegen die Wertung ein. Er sah sich von Fernando Gaviria behindert und um den Sieg gebracht. Die Jury tagte und setzte beide Fahrer an den Schluss des Pelotons zurück. Greipel hatte vor der Auseinandersetzung mit Gaviria schon Nils Politt in der Vorbereitung zum Sprint selbst mit dem Kopf bearbeitet. Gaviria hatte sich dann auf der Geraden in die Enge getrieben gefühlt und sich nahe der Bande gegen Greipel mit erwähnter Methode gewehrt.
  • 7/15/2018 9:23:45 AM
    John Degenkolb, der durch das Urteil auf den dritten Rang gehievt wurde, sagte nach dem Urteil, er hätte kein Verständnis für diese Kopfstöße. Es sei richtig durchzugreifen. Er habe den Kampf zwischen André Greipel und Fernando Gaviria vor ihm natürlich gesehen und sei von der Vehemenz erschrocken gewesen. Deshalb habe er selbst nicht hundertprozentig gesprintet können.
  • 7/15/2018 10:19:51 AM
    Das Urteil ist aus meiner Sicht hart, folgt aber einer gewissen Logik. Peter Sagan wurde im letzten Jahr sogar nach einer Auseinandersetzung mit Mark Cavendish von der Tour ausgeschlossen. Das war für mich definitiv damals ein zu hartes Urteil, über das ja auch reichlich diskutiert wurde.
  • 7/15/2018 10:36:39 AM
    Selbst der neutralisierte Start beginnt heute auf Kopfsteinpflaster. Das Feld rollt sich 15 Minuten lang ein.
  • 7/15/2018 10:37:44 AM
    Nicht zum ersten Mal bewegt sich die Tour auf den Spuren des berühmte Frühjahrsklassikers, aber in diesem Jahr ist die gewählte Strecke sicher das schwerste Klassikerprofil der Tourgeschichte, fast 22 Kilometer geht es über das berüchtigte Pavé. Gleich 15 Kopfsteinpflasterpassagen müssen die Fahrer heute bezwingen.
  • 7/15/2018 10:39:55 AM
    Nicht mehr dabei bei dieser Plagerei ist Tony Martin. Der mehrfache Zeitfahrmeister verletzte sich gestern bei einem Sturz kurz vor dem Ziel schwer. Aufgrund eines gebrochenen Brustwirbels verordnete der Arzt vier Wochen Sportverbot.
  • 7/15/2018 10:41:45 AM
    Tony Martin fuhr 2015 auf einer ähnlichen Etappe wie der heutigen durch seinen Tagessieg ins Gelbe Trikot.
  • 7/15/2018 10:42:30 AM
    Zurück zur Etappenvorschau: Die ersten 47 Kilometer darf sich das Feld zunächst einrollen, vielleicht wird sich hier auch noch eine Fluchtgruppe finden. Aber vermutlich wird das Rennen von Beginn an mit hohem Tempo gefahren: Die Klassementfahrer müssen sehr aufmerksam agieren, um später auf Kopfsteinpflaster nicht durch einen Sturz in eine hintere Gruppe abgedrängt zu werden.
  • 7/15/2018 10:46:26 AM
    Wie auch beim Frühjahrsklassiker werden die Pavépassagen rückwärts gezählt. Nach 47,5 Kilometern geht es mit dem Sektor 15 - Escaudoeuvres à Thun - los. Die ersten Passagen standen zuletzt im Frühjahr nicht auf dem Programm, erst ab Sektor 12 sind wir dann auf den Spuren von Paris - Roubaix.
  • 7/15/2018 10:48:31 AM
    Beim Frühjahrsklassiker sind die Pavéepassagen mit bis zu fünf Sternen klassifiziert. Der Sektor am Wald von Arenberg gilt trotz seiner ‚Modernisierung‘ als die schwerste Passage. Auch sie wurde schon bei der Tour de France bezwungen, heute fehlt sie allerdings. Ging es im April noch über 29 Kopfsteinpflasterabschnitte, so sind es heute 15. Und natürlich ist auch die Etappe rund 100 Kilometer kürzer als im Frühjahr.
  • 7/15/2018 10:50:25 AM
    Die Hatz beginnt! Christian Prudhomme eröfnet vom Wagen der Jury aus fast pünktlich die Etappe.
  • 7/15/2018 10:51:32 AM
    Zwischen- und Bonussprint bei Kilometer 59 und 138,5 sind zwar formal mit im Programm, werden heute aber taktisch überhaupt keine Rolle spielen. Es geht über die gesamte Distanz stets um die bestmögliche Ausgangslage für die nächste Herausforderung auf der Strecke. Ziel ist heute leider nicht das Velodrom in Roubaix, sondern direkt davor.
  • 7/15/2018 10:51:33 AM
    Sofort ist das Tempo sehr hoch. Die französischen Teams wollen sofort Attacken setzen, doch das Peloton ist, wie von Bernd angekündigt, hellwach.
  • 7/15/2018 10:53:07 AM
    169 Fahrer sind noch im Peloton. Es gab bisher also lediglich sieben Ausgaben. Gründe dafür sind die in diesem Jahr relativ ungefährlichen Flachetappen in der ersten Woche und natürlich das sehr gute Wetter, das für trockene Straßen sorgte.
  • 7/15/2018 10:54:08 AM
    Heute können die Favoriten zuschlagen. Vincenzo Nibali hat 2014 auf ähnlichem Terrain die Grundlage für seinen Gesamtsieg gelegt, am gleichen Tag musste Christopher Froome seine Ambitionen nach einem Sturz begraben. Auch Iban Mayo (2004), Frank Schleck (2010) und Thibaut Pinot (2015) wissen ein Lied über dieses Schicksal zu singen.
  • 7/15/2018 10:56:36 AM
    Fünf Fahrer können sich leicht absetzt. Thomas de Gendt, Jêrome Cousin, Patrick Tolhoeck, Omar Fraile und Damien Gaudin, der Initiator dieser Flucht, fahren gut 15 Sekunden vor dem Feld.
  • 7/15/2018 10:59:11 AM
    Im Peloton ist sehr viel Bewegung. Einzelne Fahrer versuchen zur Spitze aufzuschließen, andere fallen früh zurück wie Lawsoon Craddock, der seit seinem Sturz bei der ersten Etappe mit gebrochenem Schulterblatt auf dem Rad sitzt.
  • 7/15/2018 10:59:43 AM

    John Degenkolb fehlt in der Aufzählung. Der Trek-Fahrer gewann vor drei Jahren (Foto: Reuters).

  • 7/15/2018 11:00:00 AM
    Ein erster Sturz hält das Peloton in großen Teilen auf. Richie Porte sitzt auf der Straße!
  • 7/15/2018 11:00:50 AM
    Der Australier greift sich an seine rechte Schulter. Droht dem Favoriten das frühe Aus. Richie Porte (BMC) kennt diese Schicksalsschläge allzu gut.
  • 7/15/2018 11:01:30 AM
    Und das noch 35 Kilometer vor dem ersten echten Kopfsteinpflaster des Tages. Richie Porte (BMC) hält sich weiter die Schulter, das sieht gar nicht gut aus. Ist das bitter.
  • 7/15/2018 11:01:36 AM
    Der Tourarzt ist schon bei ihm. Richie Porte (BMC) weint. Das ist offensichtlich das Aus für den großen Rivalen des Christopher Froome.
  • 7/15/2018 11:02:47 AM
    Das Peloton hat das Tempo stark gedrosselt. Man wartet ab, was mit Richie Porte (BMC) und den anderen gestürzten Fahrern ist.
  • 7/15/2018 11:03:12 AM
    Richie Porte (BMC) hat nun auch offiziell die Tour de France 2018 beendet, sagt Radio Tour!
  • 7/15/2018 11:03:43 AM
    Auch André Greipel (LTS) war in den Sturz verwickelt, er sitzt aber wieder im Sattel und wird gleich wieder im Feld mitrollen.
  • 7/15/2018 11:07:08 AM
    Ab jetzt ist alles anders: Der Tour fehlt mit Richie Porte nun der vermutlich größte Herausforderer von Chris Froome. Was wird nun aus den Plänen bei BMC? Wie wird nun mit dem Maillot Jaune von Greg van Avermaet umgegangen? Darf der Allrounder nun eigene Ambitionen entwickeln und dieses Trikot möglichst lange verteidigen? Dann müsste der Belgier heute angreifen.
  • 7/15/2018 11:07:10 AM
    Für Richie Porte ist das natürlich ein sehr, sehr bitterer Tag. Der Australier wollte endlich den größten Titel im Radsport erobern. Nun kommt er noch nicht einmal in die zweite Rennwoche. Die Ausgangslage schien zuvor gut, hatte er doch dank seiner starken Mannschaft schon einige Sekunden auf Chris Froome herausgeholt. Letztes Jahr war er bei einer Abfahrt schon schwer gestürzt und gegen eine Felswand geprallt. Ein Becken- und Schlüsselbeinbruch zwangen ihn damals zur Aufgabe.
  • 7/15/2018 11:08:38 AM
    Mit Tejay van Garderen hat BMC einen weiteren Klassementfahrer. Eigentlich sollte der frühere Kapitän als Edelhelfer dienen.
  • 7/15/2018 11:10:07 AM

    Gier saß er noch fest im Sattel: Richie Porte in der neutralisisierten Rennphase (Foto: Reuters).

  • 7/15/2018 11:14:37 AM
    Der Sturz hat ein weiteres Opfer gefordert: José Joaquin Rojas (MOV) hat das Rennen ebenfalls aufgegeben. Auch dies macht die Taktik bei Movistar nicht einfacher. Es gibt zwar mit Nairo Quintana, Mikel Landa und Alejandro Valverde zwar drei potenzielle Kapitäne, nun aber weniger Helfer.
  • 7/15/2018 11:16:35 AM

    Auch der Tourarzt konnte Richie Porte (BMC) nicht mehr helfen. (Foto: Reuters)

  • 7/15/2018 11:17:18 AM
    André Greipel hat zwar längst wieder ins Feld aufgeschlossen, doch auch der Sprinter scheint den Sturz noch nicht ganz verwunden zu haben. Er hält sich beim Tourarzt mit Kühlspray versorgen.
  • von ライナー@グランツール終わった・・・ via twitter 7/15/2018 11:18:14 AM
  • 7/15/2018 11:18:15 AM
    Die Unsicherheit im Peloton nutzt der Spitzengruppe. Thomas de Gendt, Jêrome Cousin, Patrick Tolhoeck, Omar Fraile und Damien Gaudin bauen den Vorsprung auf nun über zwei Minuten aus.
  • 7/15/2018 11:21:02 AM
    Tom Dumoulin (SUN) fährt nach einem Platten noch in der Wagenkolonne. Wie schon am Donnerstag nutzt der Niederländer verdächtig lange den Windschatten. Reicht ihm eine Zeitstrafe nicht?
  • 7/15/2018 11:24:43 AM
    Fünf weitere Fahrer schließen zur Spitzengruppe auf. Lilian Calmejane (Direct Energie), Chad Haga (Sunweb), Olivier Le Gac (Groupama-FDJ), Reinhardt Janse van Rensburg (Dimension) und Nicolas Edet (Cofidis) schaffen sich so eine gute Ausgangslage für den ersten der Pavé.
  • 7/15/2018 11:25:54 AM
    Mit Dimitri Claeys (COF) und Guillaume Van Keirsbulck (WGG) versuchen noch zwei weitere Fahrer in die Spitzengruppe vorzufahren. Doch vorne ist das Tempo sehr hoch, die Zehnergruppe läuft und braucht keine weitere Verstärkung.
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